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ÖVP und FPÖ Gmunden einigen sich in Sachfragen auf eine Kooperation

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Die letz­ten Wochen nach den Wah­len waren geprägt von sehr inten­si­ven, kon­struk­ti­ven und lösungs­ori­en­tier­ten Gesprä­chen mit allen künf­tig im Gmund­ner Gemein­de­rat ver­tre­te­nen Frak­tio­nen. Da sich die Mehr­heits­ver­hält­nis­se ver­än­dert haben, hat die ÖVP Gmun­den als stim­men­stärks­te Par­tei in zahl­rei­chen Sit­zun­gen und Gesprä­chen erho­ben, mit wel­cher Frak­ti­on es die größ­ten Über­ein­stim­mun­gen für die Umset­zung der ihr wesent­lichs­ten Pro­jek­te für die Zukunft unse­rer Stadt gibt. ÖVP und FPÖ Gmun­den einig­ten sich in Sach­fra­gen auf eine Kooperation.

Par­tei­ob­mann Tho­mas Höpolt­se­der in einer Stel­lung­nah­me: „Wir sind ange­nehm über­rascht über die posi­ti­ve Gesprächs­kul­tur mit den ande­ren Par­tei­en. Als mit deut­li­cher Mehr­heit gewähl­te Par­tei wol­len wir natür­lich unser sehr ambi­tio­nier­tes Pro­gramm für alle Gmun­de­rin­nen und Gmund­ner in die­ser Funk­ti­ons­pe­ri­ode erfolg­reich umset­zen. Nach inter­nen Gesprä­chen gab der Stadt­par­tei­vor­stand der ÖVP Gmun­den grü­nes Licht, in wesent­li­chen Punk­ten ein Arbeits­über­ein­kom­men mit der FPÖ Gmun­den aus­zu­ar­bei­ten. Dabei wird fest­ge­hal­ten und prä­zi­siert, dass man bei the­ma­ti­schen Schwer­punk­ten gemein­sa­me Beschlüs­se fasst, aber auch das freie Spiel der Kräf­te in der Gmund­ner Kom­mu­nal­po­li­tik wei­ter erhal­ten blei­ben soll.“

Die desi­gnier­te FPÖ-Frak­ti­ons­ob­frau Dina Fritz hält dazu fest: „Bei den für Gmun­den essen­zi­el­len grö­ße­ren Pro­jek­ten wol­len wir wei­ter­hin über­frak­tio­nel­le Gre­mi­en instal­lie­ren, um eine brei­te Mei­nungs­fin­dung im Sin­ne der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu gewährleisten.“

Die Stadt­rats­man­da­te für die ÖVP wer­den Bür­ger­meis­ter Ste­fan Krapf als Tou­ris­mus- und Sport­re­fe­rent, Vize­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Schlair als Wirt­schafts­re­fe­rent, Bir­git Zwach­te als Ver­ant­wort­li­che für Kin­der­be­treu­ungs- und Schul­an­ge­le­gen­hei­ten sowie Tho­mas Höpolt­se­der als Lei­ter des Finanz­res­sorts anneh­men. Für die FPÖ wird Rüdi­ger Fritz als neu­er Bau­re­fe­rent in den Stadt­rat entsandt.

Die ein­zel­nen Aus­schüs­se, deren Anzahl und die Vor­sit­zen­den wer­den in der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung des Gemein­de­ra­tes Anfang Novem­ber bestimmt.

Bür­ger­meis­ter Ste­fan Krapf blickt der ange­hen­den Peri­ode mit Freu­de und Zuver­sicht ent­ge­gen: „Die Gesprä­che haben gezeigt, dass es allen Par­tei­en sowie deren Man­da­ta­rin­nen und Man­da­ta­ren um die Stadt Gmun­den geht. Wir haben ein gemein­sam erstell­tes, zukunfts­ori­en­tier­tes Arbeits­über­ein­kom­men mit der FPÖ, doch wer­den wir im Sin­ne einer geleb­ten Demo­kra­tie allen Par­tei­en die Hand reichen.“

NEOS Gmun­den zei­gen sich enttäuscht

Die ÖVP Gmun­den hat mit der FPÖ Gmun­den ein Arbeits­über­ein­kom­men geschlos­sen und sichert sich damit zu gewis­sen The­men die Mehr­heit im Gmund­ner Gemein­de­rat. “Es ist natür­lich legi­tim, Mehr­hei­ten zu bil­den!”, sagt NEOS Gmun­den Man­da­tar Phil­ipp Wiatsch­ka. Trotz­dem zeigt sich Wiatsch­ka über die­ses ÖVP/FPÖ Arbeits­über­ein­kom­men ent­täuscht, denn: “Ich glau­be nicht, dass es dem Wäh­ler­wil­len ent­spricht, wenn die bei­den Par­tei­en, die als ein­zi­ge ein Minus bei ihrem Wahl­er­geb­nis ein­ge­fah­ren haben, eine Mehr­heit bil­den und gewis­se The­men durch­bo­xen.” Trotz­dem bleibt Wiatsch­ka posi­tiv und hofft zukünf­tig auf eine brei­te demo­kra­ti­sche Dis­kus­si­on auf Augenhöhe. 

Wir wer­den unse­rem Wahl­ver­spre­chen in Zukunft treu blei­ben und wer­den eine part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit mit allen Frak­tio­nen suchen, aber auch kri­tisch und mah­nend die Hand heben, wenn es not­wen­dig ist. Wir wer­den kon­struk­ti­ve Stadt­po­li­tik machen, damit es bei uns noch lebens­wer­ter wird. Gmun­den soll wie­der eine Stadt wer­den, in der wir Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an ers­ter Stel­le ste­hen.”, so Wiatsch­ka abschließend.

Die Grü­nen Gmun­den: “Über­ein­kom­men ent­spricht nicht dem Wil­len der Wäh­le­rin­nen und Wähler”

Die­ses Über­ein­kom­men ent­spricht nicht dem Wil­len der Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler: Hier fin­den sich jene zwei Par­tei­en in einer Koope­ra­ti­on zusam­men, die an Stim­men und Pro­zen­ten ver­lo­ren haben, wäh­rend die ande­ren drei Par­tei­en deut­li­che Gewin­ne zu ver­zeich­nen hat­ten. Offen­bar haben sich inner­halb der ÖVP die kon­ser­va­ti­ven Kräf­te durch­ge­setzt und eine schwarz-blaue Alli­anz erreicht.

Bür­ger­meis­ter Ste­fan Krapf spricht von einem punk­tu­el­len Über­ein­kom­men, abseits davon wer­de das freie Spiel der Kräf­te gel­ten. Ich mes­se die ÖVP an ihren Taten: Es wird die Zukunft zei­gen, ob sie die­se ange­spro­che­ne Augen­hö­he auch tat­säch­lich leben. 

Wir Grü­ne haben gro­ße Erfol­ge in der Aus­schuss­ver­tei­lung erzielt:

Erst­mals in der Geschich­te Gmun­dens gibt es eine Kli­ma­stadt­rä­tin, die pro­ak­tiv Kli­ma­schutz-Maß­nah­men umsetzt. Dazu ist vor­ran­gig die zukunfts­fit­te Ent­wick­lung von Stadt­tei­len unter Betei­li­gung der Bürger*innen not­wen­dig. Res­sort: Kli­ma­schutz, Stadt­teil­ent­wick­lung, Bürger*innenbeteiligung. Lei­tung: desi­gnier­te Vize­bür­ger­meis­te­rin Uli Feichtinger

Der zwei­te Stadt­rat­sitz wird von Micha­el Mugrau­er beklei­det, der sich kraft­voll um die Ange­le­gen­hei­ten der Innen­stadt annimmt. Sei­ne Schwer­punk­te sind die Stär­kung des Wirt­schafts­stand­or­tes sowie die Auf­wer­tung der Wohn­qua­li­tät und der Auf­ent­halts­qua­li­tät inbe­son­de­re durch die Ver­bes­se­rung von Mobi­li­tät in die­sem Bereich.

Wir über­neh­men den Vor­sitz in einem stark auf­ge­wer­te­ten Aus­schuss für Ener­gie und Nach­hal­tig­keit. Mar­ti­na Prechtl-Grund­nig wird mit ihrer Exper­ti­se zukunfts­wei­sen­de Pro­jek­te der Erneu­er­ba­ren Ener­gie (Strom, Wär­me), der Kli­ma­wan­del-Anpas­sung und der Nach­hal­tig­keit umsetzen.

Wir Grü­ne sind ange­tre­ten, um zu gestal­ten. Wir wur­den mit gro­ßem Stim­men­zu­wachs gewählt, um zu gestal­ten. Wir tre­ten nun unse­re Funk­tio­nen an, um zu gestalten.

Quel­len: ÖVP, NEOS, die Grü­nen Gmunden

 

 

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