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Tarek Leitner liest aus seinem Buch „Berlin – Linz“

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Einer der bekann­tes­ten Jour­na­lis­ten des Lan­des, Zeit im Bild-Anchor­man Tarek Leit­ner, liest in Gmun­den aus sei­nem Buch “Ber­lin-Linz. Wie mein Vater sein Glück verbrauchte.”

Ich hielt das Leben mei­nes Vaters für das alle­run­spek­ta­ku­lärs­te”, sagt Leit­ner jetzt, 76 Jah­re nach Kriegs­en­de, “kei­ne Hel­den­ta­ten, kei­ne Abgrün­de, kei­ne tra­gi­schen Schick­sals­schlä­ge.” Und doch berührt die Zeit­ge­schich­te das Leben sei­ner Fami­lie in der Lin­zer Bischofstra­ße: Dort war das Zen­trum des Febru­ar­auf­stan­des 1934, dort leb­ten Adolf Eich­mann und der letz­te vor dem Holo­caust gebo­re­ne Lin­zer Jude.

Das Buch erzählt anhand zwei­er Rei­sen von Ber­lin nach Linz — ein­mal durchs eupho­ri­sche Nazi-Deutsch­land 1938, ein­mal durch das in Trüm­mern lie­gen­de Deutsch­land 1945 — die bewe­gen­de Geschich­te von Tareks Vater. Bei­de Male reis­te er auf der Reichs­au­to­bahn, ein­mal, als Zwölf­jäh­ri­ger, am Steu­er eines neu gekauf­ten Wagens, ein­mal auf dem Fahr­rad, das er gegen sei­ne Uhr ein­ge­tauscht hatte.

Unwei­ger­lich stellt sich die Fra­ge: Ist das Glück eines Men­schen end­lich, und wie viel davon ver­braucht das Über­le­ben im Krieg?

Kar­ten: oeticket.com, Bür­ger­ser­vice­stel­le Gmunden

Frei­tag, 22. 10., 19.30 Uhr, Stadt­thea­ter Gmunden

Foto: Ver­lag Chris­ti­an Brand­stät­ter / Ingo Pertramer

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