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Das Schlagerl kommt oft vor dem Schlag

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Plötz­lich auf­tre­ten­der Schwin­del, hef­ti­ger Kopf­schmerz, Seh­stö­run­gen und Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen, die genau­so schnell wie­der weg sind wie sie gekom­men sind, dür­fen nicht auf die leich­te Schul­ter genom­men wer­den. Nicht sel­ten kann sich hin­ter die­sen Sym­pto­men ein Vor­bo­te für einen dro­hen­den Schlag­an­fall ver­ste­cken. Um Schlim­me­res zu ver­mei­den, ist auf jeden Fall Hand­lungs­be­darf geboten.

Die tran­sis­to­ri­sche ischä­mi­sche Atta­cke (TIA) wird im Volks­mund ger­ne ein wenig ver­nied­li­chend als „Schla­gerl“ bezeich­net. Bei die­ser aku­ten Erkran­kung han­delt es sich um eine vor­über­ge­hen­de, oft aber wie­der­keh­rend auf­tre­ten­de Durch­blu­tungs­stö­rung im Gehirn, die kei­ne blei­ben­den Schä­den hin­ter­lässt und meist wie­der inner­halb weni­ger Minu­ten voll­stän­dig abklingt.

Sym­pto­me wie plötz­lich auf­tre­ten­der Schwin­del, hef­ti­ger Kopf­schmerz, Seh­stö­run­gen und Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen dür­fen auf kei­nen Fall igno­riert wer­den
Foto:OÖG

Gera­de in die­ser ver­meint­li­chen Harm­lo­sig­keit liegt aber das Heim­tü­cki­sche die­ser Sym­pto­ma­tik, warnt Prim. Priv.-Doz. Dr. Nen­ad Mitro­vic, Lei­ter der Abtei­lung für Neu­ro­lo­gie am Salz­kam­mer­gut Kli­ni­kum Vöck­la­bruck und Bad Ischl: „Plötz­lich auf­tre­ten­de star­ke Kopf­schmer­zen, ver­bun­den mit Dreh­schwin­del, halb­sei­ti­ge Läh­mungs­er­schei­nun­gen in den Armen oder Bei­nen, Sprach­schwie­rig­kei­ten oder Seh­be­hin­de­run­gen, die sich zum Bei­spiel in Form von Dop­pel­bil­dern bemerk­bar machen, kön­nen Anzei­chen für einen mög­li­cher­wei­se dro­hen­den Schlag­an­fall sein. Die­se müs­sen unbe­dingt ernst genom­men wer­den und machen drin­gend eine ärzt­li­che Abklä­rung nötig“.

Prim. Priv.-Doz. Dr. Nen­ad Mitro­vic ist Lei­ter der Neu­ro­lo­gie am SK Vöck­la­bruck und SK Bad Ischl
Foto:OÖG

Eine tran­sis­to­ri­sche ischä­mi­sche Atta­cke kann jeden unver­mu­tet und ohne vor­her­ge­hen­de Beschwer­den tref­fen, wobei die Wahr­schein­lich­keit ab dem 60. Lebens­jahr steigt. Zur genau­en Abklä­rung soll­te unver­züg­lich ärzt­li­che Hil­fe in Anspruch genom­men werden.

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