Timelkam. Seit 2023 arbeitete man im Dekanat Schörfling an der organisatorischen Umstellung hin zur neuen Großpfarre Attersee. Mit dem Pfarrgründungsfest am 12. Jänner in Timelkam ist dieser Prozess nun abgeschlossen.
Die Kirche weiß Feste auch „mitten im kalten Winter“ zu feiern: Jedes Jahr das berührende Weihnachten und heuer trotz großer Kälte auch die Gründung ihrer neuen gemeinsamen Pfarre Attersee. Pfarrgründungen sind ein Jahrhundertereignis: Im 18. Jahrhundert die Pfarren Oberthalheim und Aurach, im 20. Jahrhundert Lenzing und Timelkam, im 21. die neue Pfarre Attersee.
Pfarrvorstand ins Amt eingeführt
Entsprechend groß der Zustrom der Gläubigen: haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche, Ministrantinnen und Ministranten und Beauftragte für Wort-Gottes-Feiern sowie eine Vielzahl Gläubiger füllten die große Timelkamer St. Josef-Kirche. Ein Jahrhundertereignis auch, dass an diesem Sonntag rund um den Attersee kein einziger Gottesdienst in den anderen katholischen Kirchen gefeiert wurde. Bischof Manfred Scheuer setzte im Rahmen dieses festlichen Gottesdienstes Pfarrer Janusz Zaba, Pastoralvorstand Christian Landl und Veraltungsvorstand Christoph Ott in ihre Ämter ein.
Bischof Scheuer: „Pfarre bietet Raum für Freude“
In seiner Predigt erklärte Bischof Scheuer, die Strukturreform möge den Rahmen dafür bilden, „dass Kirche den Menschen nützt, dass sie aufbaut, Versöhnung und Befreiung ermöglicht. Es soll mehr Liebe, mehr Freude und mehr Gemeinschaft werden.“ Gegen den Trend zur Selbstoptimierung mögen die kirchliche Gemeinden vor Ort Lernorte des Gemeinsamen werden. Eine neue Pfarre bedeute nicht von vornherein, dass nun alles anders und womöglich besser werde: „Bitte schauen Sie genau auch auf das Kostbare, das an jedem Ort gewachsen ist und bewahren es“, ermutigte der Bischof.
Nach dem Segen und dem Te Deum ging das Fest noch bei Kaffee und Kuchen, bei Speis und Trank angeregt weiter. Und es war allenthalben zu spüren: Die Sitzungen, die gemeinsamen Gottesdienste und Begegnungen in diesem Strukturprozess haben die Meschen und die Pfarrgemeinden rund um den See und entlang der Ager wirklich einander näher gebracht.














