Traunkirchen/Oö. Am Sonntag, den 15.03.2026 hielt der Einforstungsverband seine 80. Generalversammlung am WALDCAMPUS in Traunkirchen ab. Rund 200 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, folgten der Einladung des Einforstungsverbandes und wurden zunächst vom Leiter des WALDCAMPUS Herrn DI Florian Hader sowie dem Bürgermeister von Traunkirchen Herrn Ing. Christoph Schragl MSc. begrüßt.
Verbands-Geschäftsführer Mag. Florian Past präsentierte den Jahresabschluss 2025, wobei ein Bilanzgewinn von rund 1.300€ erzielt werden konnte. Abgerundet wurde der Jahresabschluss durch den Revisionsbericht vom Wirtschaftsprüfer des Raiffeisenrevisions-verbandes OÖ Herrn Mag. Johann Niedermann, der dem Einforstungsverband eine wirtschaftliche und rechtmäßige Wirtschaftsweise attestiert.
Im Bericht zum Geschäftsjahr 2025 wurden die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst. Die Beratungsleistungen konnten gegenüber dem Vorjahr um 11% auf 245 Beratungen gesteigert werden, wobei der Schwerpunkt auf die Holzbezugsrechte entfiel. Zudem wurden die Mitglieder in 16 Fällen vertreten, welche überwiegend auf den Bereich der Ablösung und Übertragung von Einforstungsrechten entfielen. Neben dem Tagesgeschäft hat sich der Verband mit der Prüfung von Gesetzesnovellen und Verordnungsentwürfen befasst. Zudem wurden die Mitglieder sowie Interessierte im Zuge zahlreicher Vorträge bei Versammlungen sowie an Bildungseinrichtungen informiert. Ebenso wurden mehrere Artikel zu Themen wie bspw. die heutige Bedeutung der Einforstungsrechte im Salzburger Bauer und der Verbandshomepage veröffentlicht.
Da die 5-jährige Funktionsperiode im Jahr 2026 zu Ende geht, mussten Neuwahlen in den Vorstand und Aufsichtsrat abgehalten werden. Obmann Friedrich Spitzer wurde zum Verbandsobmann sowie DI Dr. Nikolaus Lienbacher zum 1. Obmann-Stellvertreter einstimmig wiedergewählt. Ing. Franz Höller wurde erneut einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden und zu dessen Stellvertreter Ferdinand Kaltenhauser gewählt. Auch unter den übrigen Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates gab es Veränderungen. Durch die gewählten Funktionäre ist der Einforstungsverband für die Herausforderungen der kommenden 5 Jahre bestens gewappnet.
Höhepunkt der diesjährigen Generalversammlung bildete der Vortrag zum 80-jährigen Bestehen des Einforstungsverbandes. Obmann-Stellvertreter DI Dr. Lienbacher leitete mit Ausführungen zur historischen Entwicklung der Einforstungsrechte ein und hielt fest, dass diese dem Eigentumsschutz gemäß Art 1 1. ZPEMRKZ unterliegen. Geschäftsführer Past und Aufsichtsrat Höller gaben einen Überblick über die Entwicklung des Einforstungsverbandes und dessen wichtigste Leistungen beginnen von den ersten Ortszusammenschlüssen im Salzkammergut im Jahr 1920 bis in die Gegenwart. Heute bündelt der Einforstungsverband die Interessen von 27 Mitgliedsorganisation die zusammen rund 11.000 Mitglieder in 4 Bundesländern zählen.
Den Abschluss bildeten die Ansprachen der Ehrengäste. Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger betonte die Wichtigkeit der Eingeforsteten für den ländlichen Raum und hielt fest, dass das Land Oberösterreich weiterhin an der Seite der Eingeforsteten stehen würde. Die heutigen und zukünftigen Herausforderungen gelte es gemeinsam zu bewältigen. Der Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich Mag. Franz Waldenberger hob die Bedeutung der Bewirtschaftung der Wälder und Almen durch die Eingeforsteten hervor und betonte, dass es ohne Eingeforstete viele Almen heute nicht mehr geben würde. Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich werde der Einforstungsorganisation weiterhin als Förderer und Unterstützer zur Seite stehen. Vorstand der ÖBf AG Mag. Georg Schöppl, strich die Wichtigkeit der Partnerschaft mit den Eingeforsteten hervor. Ein Miteinander sei nötig, da man die großen Herausforderungen der Zukunft wie bspw. den Umbau der heimischen Wälder aufgrund des Klimawandels nur gemeinsam bewältigen können.















