Der Süden Oberösterreichs könnte im schlimmsten Fall bis Mitte des Jahrhunderts bis zu 30 Prozent seines Grundwassers verlieren. Im günstigsten Fall wären es immerhin noch bis zu 10 Prozent weniger Grundwasser. Was heute noch selbstverständlich aus dem Hahn fließt, wird zur Frage der Vorsorge.
Das Wasser wird knapper
Der Klimastatusbericht, der diese Woche präsentiert wurde, liefert eine klare Botschaft für Oberösterreich: Die Klimakrise trifft uns nicht irgendwann, sie ist bereits hier. Auch der Süden Oberösterreichs ( z.B. Salzkammergut, Phyrn-Eisenwurzen) steht vor einer ernsthaften Herausforderung. Anhaltende Dürrephasen haben in den vergangenen Jahren die Grundwasserstände schon spürbar gedrückt. Was früher die Ausnahme war, wird zur Regel.
„Wir reden hier nicht von abstrakten Klimamodellen. Die Frage, ob und wie viel Wasser aus dem Hahn kommt, ist für die Menschen in Oberösterreich keine Statistik, sondern eine existenzielle Frage“, so Stefan Kaineder, Umwelt- und Klima-Landesrat.
Das Land Oberösterreich unterstützt Gemeinden aktiv dabei, ihre Trinkwasserversorgung fit für die Zukunft zu machen: mit konkreten Trinkwasserversorgungskonzepten und gezielten Investitionen in die Infrastruktur. Denn eines ist klar: Wer jetzt wartet, zahlt später drauf.
Gerade im ländlichen Raum brauchen Gemeinden Planungssicherheit und finanzielle Rückendeckung, um ihre Wasserleitungen, Brunnen und Speicher auf die veränderten Bedingungen einzustellen.
„Wir werden nicht dabei zusehen, wie Gemeinden allein mit dieser Herausforderung dastehen und bieten seitens des Landes Unterstützung an“ so Kaineder.













