Regau/OÖ – Die Freien Bauern Oberösterreich wollen, dass auf Biodiversitätsflächen künftig auch futterfähige Leguminosenmischungen angebaut werden dürfen. Damit sollen Bauern in der Trockenheit mehr Spielraum bekommen, um den Futtermangel zu mildern und heimische Betriebe abzusichern.
Dazu werden rasche Änderungen bei den Vorgaben für Biodiversitätsflächen gefordert. Statt starr vorgegebenen Mischungen soll es möglich werden, Kleemischungen und andere futterfähige Leguminosenmischungen anzubauen. Gerade in einem Jahr mit Trockenheit und knappen Futtervorräten brauche die Landwirtschaft mehr Freiheit und weniger Bevormundung, betonen Landesobmann DI Dr. Arthur Kroismayr aus Regau und Kammerrat Bgm. Josef Maislinger.
„Wenn das Gras fehlt, müssen wir dort Futter wachsen lassen, wo es möglich ist“, sagt Kroismayr. „Es ist nicht einzusehen, warum Flächen, die dem Betrieb helfen könnten, durch starre Vorgaben ungenützt bleiben sollen. Wir brauchen Lösungen, die in der Praxis funktionieren – nicht Regeln, die an der Wirklichkeit vorbeigehen.“
Auch Maislinger verweist auf die Lage vor Ort: „Unsere Bauern tragen Verantwortung für ihre Tiere, für ihre Höfe und für die Versorgung im Land. Wer Heimat erhalten will, muss auch die Futtergrundlage sichern. Darum gehört auf Biodiversitätsflächen mehr Freiheit her – und zwar jetzt.“
Die Freien Bauern OÖ sehen in einer solchen Regelung keinen Widerspruch zum Naturschutz. Im Gegenteil: Wer Bauern vertraut, stärkt die heimische Landwirtschaft, schützt Betriebe vor Notkäufen von Futter und reduziert die Abhängigkeit von teuren Zukäufen. Aus ihrer Sicht muss gelten: Ernährungssicherheit vor Bürokratie, Praxis vor Papier, Verantwortung vor Verboten.
Hintergrund ist die angespannte Futtersituation in vielen Regionen Oberösterreichs. Aufgrund der Trockenheit fehlen auf zahlreichen Betrieben Futterreserven. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Ausnahmeregelungen für Biodiversitätsflächen, dass Flexibilität grundsätzlich möglich ist. Die Freien Bauern OÖ wollen deshalb erreichen, dass nicht nur vorübergehende Ausnahmen gelten, sondern dass futterfähige Leguminosenmischungen auf diesen Flächen generell zulässig werden.
„Wir kämpfen für Regeln mit Hausverstand“, so Kroismayr und Maislinger unisono. „Unsere Bauern brauchen keine Belehrungen aus dem Büro, sondern verlässliche Rahmenbedingungen für Stall, Feld und Familie. Wer Oberösterreichs Landwirtschaft ernst nimmt, muss jetzt umdenken.“
Die Freien Bauern Oberösterreich werden sich nach eigenen Angaben mit Nachdruck für diese Änderung einsetzen. Ihr Ziel ist klar: mehr Freiheit für die Betriebe, mehr Sicherheit für die Tiere und mehr Zukunft für den ländlichen Raum.














