Vor rund einem Jahr starteten die Vorbereitungsarbeiten für den Baubeginn des Laufwasserkraftwerks Traunfall in Roitham mit umfassenden Amphibienschutzmaßnahmen und der Schaffung von Ersatzlebensräumen. Nach dem erfolgreichen Rückbau des Kraftwerks Siebenbrunn sowie dem Abbruch der bestehenden Wehranlage schreiten die Bauarbeiten nun zügig voran.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 190 Millionen Euro entsteht das drittgrößte Kraftwerk der Energie AG an der Traun und damit saubere Energie für 35.000 Haushalte. Der Probebetrieb des Kraftwerks Traunfall ist für 2028 geplant.
Ein wesentlicher Meilenstein bei den erst kürzlich gestarteten Tunnelbauarbeiten ist der Oberwasserstollen. „Wir setzen beim Aushub für den Stollen überwiegend auf einen klassischen Sprengvortrieb. Pro Tag erfolgt aktuell ein Vortrieb von etwa sechs bis sieben Metern. In den letzten Wochen konnten bereits rund 200 Meter vorgetrieben werden“, so Projektleiter Maximilian Zillig. In Summe beträgt die Länge des Oberwasserstollens und des Oberwasserkanals bis zur Wehranlage in etwa 700 Meter.
Der Neubau ersetzt die bestehenden Anlagen Gschröff, Siebenbrunn und das aktuelle Kraftwerk Traunfall, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Die Errichtung dieser Anlagen geht bis ins Jahr 1888 zurück. Bereits in der Projektierung wurde den sensiblen ökologischen Rahmenbedingungen vor Ort besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Traunfall bleibt in seiner natürlichen Schönheit unberührt.
Der Dank gilt dem gesamten Projektteam, den Mineuren und allen, die am Bau des Laufwasserkraftwerks Traunfall beteiligt sind.











