In der Nacht auf Freitag schoss ein 59-Jähriger im Bezirk Gmunden auf einen Hirsch auf seinem Grundstück. Nachbarn verständigten die Polizei – bei einer Hausdurchsuchung wurden mehrere Waffen sichergestellt.
Der Mann hatte am 28. Februar 2026 gegen 0:15 Uhr gemeinsam mit einem 26-jährigen Verwandten nach eigenen Angaben Ausschau nach Rotwild gehalten, da gelagerte Siloballen sowie errichtete Zäune auf seinem Grundstück wiederholt beschädigt worden seien. Als ein etwa sechsjähriger Hirsch auftauchte, gab der 59-Jährige mit einem Gewehr einen Schuss auf das Tier ab.
Nachbar alarmierte Polizei
Ein Nachbar, der sich im Nahbereich aufhielt, hörte den Schuss und fand wenig später den erlegten Hirsch sowie die beiden Männer am Grundstück vor. Er verständigte daraufhin die Polizei.
Der 59-Jährige verfügt über eine gültige Jagdkarte mit aufrechter Ausgeherlaubnis, allerdings in einem anderen Bezirk. Bei einer durchgeführten Hausdurchsuchung stellten die Beamten insgesamt acht legal besessene Langwaffen (Jagdgewehre), zwei Schalldämpfer, einen selbstgebauten Schalldämpfer sowie Munition in unterschiedlichen Kalibern sicher. Ein Teil der Gegenstände war in unversperrten Räumlichkeiten beziehungsweise frei zugänglich aufbewahrt.
Vorläufiges Waffenverbot
Durch das erlegte Rotwild entstand der zuständigen Jagdgesellschaft ein Schaden von mehr als 4.000 Euro. Gegen die Beteiligten wird wegen schweren Eingriffs in das Jagd- und Fischereirecht Anzeige bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft erstattet.
LPD OÖ












