Im Gemeindegebiet von Innerschwand am Mondsee kommt es im Bereich der B151 Atterseestraße zu einer akuten Gefährdungslage: Oberhalb der Landesstraße wurde eine massive Hanginstabilität festgestellt. Der betroffene Hang zeigt erhebliche Verformungen und droht auf die Fahrbahn abzurutschen. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit wird die B151 im betroffenen Abschnitt vorsorglich gesperrt.
Ein am 29. April 2026 beigezogener Geologe hat Rissbildungen über eine Länge von rund 100 Metern (km 35,170 bis km 35,265) sowie Geländeverschiebungen von bis zu 1,2 Metern dokumentiert. Aufgrund dieser Entwicklungen besteht unmittelbare Gefahr für die Verkehrsteilnehmer.
Zusätzlich verschärft sich die Situation durch die prognostizierten Niederschläge in der kommenden Woche. Aus geologischer Sicht ist daher kurzfristig mit einem Abrutschen der Hangmassen zu rechnen.
Totalsperre und rasche Sicherungsmaßnahmen
Die Sperre tritt am Sonntag, 3. Mai 2026, in den Abendstunden in Kraft und gilt für sämtliche Verkehrsteilnehmer, einschließlich Radfahrer.
Parallel dazu wird unverzüglich mit Sicherungsmaßnahmen begonnen. Die instabile Rutschmasse wird in enger Abstimmung mit dem Geologen, der Naturschutzbehörde sowie den betroffenen Grundeigentümern abgetragen.
„Sicherheit hat oberste Priorität. Aufgrund der klaren geologischen Befunde und der angespannten Wettersituation handeln wir frühzeitig und konsequent, um eine Gefährdung von Menschen auszuschließen. Die Totalsperre ist ein notwendiger Schritt, um die erforderlichen Maßnahmen rasch und sicher umsetzen zu können“, betont Landesrat Günther Steinkellner.
Umleitung wird eingerichtet
Für die Dauer der Sperre wird eine Umleitung eingerichtet:
- PKW und Radverkehr werden über die L543 Kienbergwandstraße geführt
- Der LKW-Verkehr wird großräumig umgeleitet
Weitere Vorgangsweise
Der Baustart erfolgt am Montag, 4. Mai 2026. In einem ersten Schritt wird die gesamte instabile Hangmasse bis auf den tragfähigen Felsuntergrund abgetragen. Im Anschluss erfolgen vertiefte geologische und geotechnische Untersuchungen sowie Planungen für eine dauerhafte Sicherung des betroffenen Straßenabschnitts.
Die Dauer der Totalsperre kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Sollte sich die Lage vor Ort weiter zuspitzen, wird die Sperre gegebenenfalls vorzeitig umgesetzt.












