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Causa Grünbergseilbahn – Einigung mit Unterliegern getroffen

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Positiver Baubescheid für die neue GrünbergseilbahnDas Salzkammergut, eine Vorzeigeregion und eine besondere Visitenkarte des Landes Oberösterreich. Im Juli 2010 präsentierte die Stadtgemeinde Gmunden gemeinsam mit der Traunsee Touristik GmbH Nfg. & Co KG ein für Gmunden zukunftsweisendes Projekt. Die Seilbahn auf den Gmundner Hausberg – den Grünberg, sollte durch eine Pendelbahn erneuert werden.

Mit 26. Oktober 2010 wurde der Betrieb der historischen Gondeln eingestellt. Unverzüglich hätte mit dem Neubau beginnen werden sollen. Doch dann kam alles anders. Widerstand der Unterlieger machte sich breit. Schlußendlich konnten sich 15 Unterlieger nicht mit der TTG einigen und wollten beim Projekt Grünbergseilbahn Neu ein Mitspracherecht.

Das Bauprojekt verzögerte sich. Im Mai 2011 hätte die neue Bahn in Betrieb gehen sollen. Zwei Tage lang wurde im Juni 2012 verhandelt. Es kam bei der Bauverhandlung zu einem Eklat. Die Anwälte der Traunsee Touristik GmbH (TTG) hatten sogar nach einem Streitgespräch mit dem Verhandlungsführer des BMVIT den Antrag auf Enteignung eingebracht! Die Verhandlungen mit den letzten Unterliegern zogen sich nun über mehr als 2 Jahre hinweg.

Einigung mit Unterliegern getroffen
Heute Freitag, 8. März konnten die TTG jedoch sehr erfolgreich aus den Einzelgesprächen mit den Unterliegern gehen. Man hat sich geeinigt, heißt es aus Insiderkreisen. Dem Baustart steht somit nichts mehr im Wege. Geht alles glatt, könnten schon im April die ersten Bagger auffahren und bei optimalen Witterungsbedingungen wäre eine Inbetriebnahme der neuen Pendelbahn schon im Oktober diesen Jahres möglich. Bis kommenden Montag seien lediglich nur mehr Formalangelegenheiten abzuwickeln.

Die Grünberg- Seilbahn in Gmunden war die europaweit letzte in Betrieb stehende 2-Seilumlaufbahn der Type Wallmannsberger. Sie wurde im Dezember 1957 eröffnet und seither mehrmals saniert. Die Konzessionsdauer wurde bis Herbst 2017 festgelegt. Das bestehende Bahnsystem war nun am Ende der Lebensdauer angelangt und wurde mit Abschluss der Sommersaison 2010 daher eingestellt. Die OÖ Seilbahnholding plante seither den Bau einer neuen Pendelbahn.

Am 22. Oktober 2012 hat das Bundesministerium für Verkehr, Innovation & Technik als oberste Seilbahnbehörde Österreichs den positiven Baubescheid für die neue Grünbergseilbahn ausgestellt. Im Frühjahr letzten Jahres erfolgte bereits die Konzessionierung der geplanten Pendelbahn und die Oberösterreichische Landesregierung hatte bereits auch die Finanzmittel für den Neubau der Grünbergseilbahn bereit gestellt.

Investitionskosten
Für die Demontage der alten Bahnanlage und die Neuerrichtung werden Investitionskosten in Höhe rund 10 Mio. Euro anfallen. Die Lebensdauer der neuen Pendelbahn wird wiederum auf 50 Jahre ausgelegt. Die Finanzierung der Investitionskosten erfolgt durch das Land Oberösterreich. Der Betrieb der Seilbahnanlage soll aufgrund einer sehr optimierten Betriebsweise kostendeckend möglich sein.

In großräumigen 60-Personen-Kabinen können nun zukünftig stündlich bis zu 600 Gäste auf den Grünberg transportiert werden. Auch Mountainbikes dürfen zukünftig mit der neuen Pendelbahn transportiert werden. Die Besucher können nun wieder die Berg- und Tal-Fahrt und das herrliche Panorama des Grünbergs und des Traunsees genießen. Es werden auch einige Sitzplätze in den Kabinen vorgesehen, die bei geringer Auslastung der Kabinen genützt werden können. Insgesamt wird die Anlage behindertengerecht ausgeführt.

Politik und Tourismus unter Druck
“Nun kann man auch hoffen, dass die heimische Politik und der Tourismus sich nicht nur eine Gondelbahn herbauen lässt, sondern auch am Grünberg sowie im Tal eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stellt!”, so ein Bewohner des Grünbergweges bei einem Lokalaugenschein und meint weiter: “Für mich unerklärlich, wie man verkehrstechnisch stündlich bis zu 600 Gäste – über die wir uns natürlich sehr freuen würden – abwickeln kann. Weder gibt es genügend Parkplätze, noch Busparkplätze im Seebahnhofareal. Ich fürchte ein absolutes Verkehrschaos.”

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30 Kommentare

  1. Liebe Frau I.P.
    Ich stimme Ihnen voll zu,dasselbe hats in Wels beim
    Flugplatz gegeben,der war auch zuerst da und dann
    wurden die Häuser der Anrainer gebaut.
    Kaum waren sie fertig,wurde eine Büegerinitiative gegründet
    und gegen den Flugplatz protestiert.Verkehrte Welt.

  2. Die 600 Personen sind die eine Sache, aber: Die Seilbahn wurde 1957 erbaut. !Danach! haben sich manche erst darunter gebaut bzw. sind dort eingezogen – mit dem Wissen eine Seilbahn über sich zu haben, und jetzt bekommen die auch noch (vermutet) Geld als Entschädigung dafür, dass sie sich ein Grundstück bzw. Haus in dieser Lage geleistet haben?? Die Welts steht nimmer lang. Viele Gmundner sind echt….ohne Worte…

  3. Schade dass die Seilbahn und somit auch der Lift am Grünberg diesen Winter noch nicht in Betrieb waren!

  4. Der Grünberg würde mit den Jahren an Höhe gewinnen mit dem Dreck den die Massen von sogenannten Naturliebhaber-Bergfreunde-Touristen hinterlassen.

  5. …sicher und dann spannen wir des Seil gleich nu rüber zum Sonnstein und dann weiter am Feuerkogel, dann kann ma mitn Schiff wieder zurück fahren, an der neuen Therme vorbei und beim traumhaften neuen Hotel aussteigen, mit der verlängerten Straßenbahn durch des Stadttor hinauf zum neuen Bahnhof …. i glaub jetzt spinnen schön langsam alle… weil zahlen dürfen wir des wieder … wenigstens brauch es Stadtkino dann net renoviert werden weil dann kann ma sich die Komödie von der Esplanade aus live ansehen…

      • So ganz unrecht hat er aber nicht… Unglaublich welche Hirngespinste hier schon wieder zu Tage kommen. Passt direkt in eine Schublade mit dem Traunseetunnel ;)

  6. Ehrlich, wir brauchen weder auf den Grünberg noch auf den Traunstein eine Bahn. Zu Schade, was gibst schöneres als zu Fuß auf den Traunstein zu gehen. Bzgl. Grünberg, hier würde ich vorschlagen, einen Jungunternehmer oder Bauern der Region zu fördern, der Gäste im Stundentakt mit einem Bummelzug oder ähnlichem hinaufbringt. Beispiel: In der Steiermark – Thermenregion – gibts viele Anbieter die Gäste durch die Weinberge Kutschiern und damit sehr Erfolgreich sind.

    • @Intern!!!……da liegst du falsch, in deutschland und auch bei uns in österreich werden hallenbäder geschlossen (wie kommst auf den namen therme), da die defizite nicht mehr von den gemeinden finanziert werden können. auch in der thrmenregion in der steiermark kämpfens ums überleben. im benachbarten ungarn und slowenien hast das gleiche um die hälfte geld. ausserdem ist das salzkammergut eh eingekreist von thermen. schallerbach, geinberg bad ischl, grimmingtherme füssing etc.

      • @Ebenseer: ich hab doch gar nicht behauptet, daß wir eine Therme brauchen!

    • Grünbergfan am

      Hallo Intern!!!
      Hast du schon mal daran gedacht, dass es auch Menschen mit Gehbehinderung gibt, die nicht zu Fuß auf den Grünberg können?? Sicher nicht. Für diese Leute ist es eine Bereicherung, wenn sie auch wieder auf den Grünberg könnten. Für die Gastronomie oben auf dem Berg wäre das auch kein Nachteil.

      • Natürlich hab ich dran gedacht! Aber was ist mit dem Sonnstein oder Schönberg? Sicherlich ist es für Behinderte eine Bereicherung auf einen Berg zu kommen, das gönne ich jedem; aber bei allem Respekt vor diesen Menschen,man muß schon auch wirtschaftlich denken. In meinem Posting habe ich sogar einen Vorschlag gemacht, wie man auf den Grünberg kommen könnte und das funktioniert.

  7. Entlich scheint es so weit zu sein das ein geplantes
    Projekt verwirklicht wird !
    Das die Seilbahn dann auf den Traunstein verlängert
    wird, würd ich gern erleben…..wird aber schwirig werden
    …..da Planung-Genehmigungen usw. in Gmunden ca. 50
    Jahre dauern.
    Aber bei anderen geplanten Projekten zb. Strasenbahn,
    Hallenbad, Hotel, Stadtgestaltung, Verkehr usw. könnten unsere Politiker ja das Gegenteil beweisen. ??????????
    Mich würde interessieren ob Politiker die Komentare lesen,
    und gegebenenfalls gute Ideen aufgreifen.

  8. Rudi Froscher am

    so dumm kann es nur im juristischen Bereich abgehen.

    Da ist eine Seilbahntrasse etwas breiter und schon verdienen sich Leute mit Paragraphen ihr fettes Geld.

    Aus aktueller Erfahrung kann ich nur sagen, dass so manche dieser Juristen nur deshalb zu Geld kommen, weil die Gesetzen offenbar absichtlich so verpfuscht worden sind.

    Aber die größte Dummheit aller Zeiten, geht an die ÖVP Gmunden: einen Parkplatz für diese Seilbahn durch eine Pacht von 89000 Euro zu finanzieren.
    Man kann den Grundstücksbesitzern zu 2 vollwertigen Arbeitsplätzen ohne Leistung gratulieren.

    Dumm, dümmer, dümmst, Behördenkasperltheater.

    Wenn in Gmunden ein Theater funktioniert, dann dieses.

    • Wieder mal so ein unwissender Fremddenker. Diese sinnlosen Aussagen gabs ja zur Genüge die letzten Jahre.

      Es ist schon klar, dass ein m² Preis von € 0,927 pro Monat für diesen Parkplatz total übertrieben ist. Die anderen Parkflächen in Gmunden werden ja gratis vergeben, bei einigen Zahlen die Eigentümer auch noch was dazu damit dort wer parken darf. So ein Schwachsinn!

      Bitte erst Informieren, dann Posten. Ersparen sie uns bitte weitere ihrer geistigen Ergüsse.

      • Hmmm.. rechnen wir mal nach.
        0,927€/mon/m², das sind 11,124€ pro Jahr und m².
        Bei einer sagen wir mal konservativen aber bei der derzeitigen Zinslage durchaus realistischen Rendite von 3%/Jahr ergibt sich da ein Quadratmeter-Preis von 370 €. Bei 5% sinds immer noch 222 €.
        Ja, der Baulandpreis für eine fertige Parzelle in dieser Gegend wäre spürbar höher (gar nicht unbedingt, weils dort nicht überall Seeblick gibt). Da bei so einem großen Grund bei einer Parzellierung aber zB Straßenflächen wegfallen würden und eine komplette Verwertung auch nicht von heute auf morgen passieren kann, wären 370 €/m² sicher ein für den Verkäufer recht guter Marktpreis für diesen Grund – als Bauland.
        Man könnte also der Gemeinde unter Umständen raten, den Grund zu diesem Preis zu kaufen, vielleicht ein bisschen nachverhandeln, aber prinzipiell ok. Wenn es Bauland wäre.
        Den Grund zu mieten, ist schon ein wenig zweifelhaft.
        Und den als Grünland gewidmeten Grund um den Baulandpreis zu mieten… ja, ich würde sagen das ist übertrieben.

  9. Da sage ich schon seit langem – Seilbahn weiterführen auf den Traunstein. Denn auf das Bergerl Grünberg braucht man keine Seilbahn. Da fahren niemals stündlich 600 Menschen hinauf, diese Anzahl bewältigen höchstens in Begleitung ihrer besten Freunden auf vier Pfoten dieses Bergerl per pedes. Selbst Niederflurhunde – zB Westies, Malteser, Dackel, Scotties, Rehpinscher etc bewältigen das Grünbergerl problemlos, auch über die Abfahrtstrasse.

    • Hallo Britta! Eine Seilbahn auf den Traunstein wäre finanziell ein zu grosser Brocken und meiner Meinung auch Unsinn. Ein Hallenbad mit Attraktionen für die Jugend und dazu eine attrtive Sauna als Schlechtwetterprogramm würde sicher mehr bringen.

      • @helmut….alles recht und schön, aber ein hallenbad ist ein ewiger defizittempel eine seilbahn auf den traunstein eine fremdenverkehrsattraktion die sich auf lange sicht rechnet durch die umwegrentabilität.

        • @ebenseer..da geb ich Dir nicht recht,weil um die Kosten für eine Seilbahn auf den Traunstein kann eine “Therme” vele Jahre betrieben werden. Bei einem Massenbesuch am Traunstein müsste auch das Abwasserproblem mit VIEL Geld gelöst werden

          • @Helmut…..meinst du mit den
            defizit was ein hallenbad jährich macht? wo liegt das problem einen kanalstrang und gleichzeitig eine stromversorgung ins tal zu verlegen?

  10. Bitte nicht weitersagen: Der Grünberg ist nur die Mittelstation, die Bergstation ist am Traunstein. :-)

    • Frau Knackal/MA4810 am

      Schon einmal nachgedacht, was die stündlich 600 Personen jeden Alters inkl. Rollatoren, Kindewagen, Mountainbike, Dackeln und Pinschern mit und ohne Leine und Gakki-Sackerl dann auf dem Traunstein machen, wenn die Seilbahn bis dorthin verlängert wird? Vor allem wo doch die Unfallstation am LKH Gmunden geschrumpft wurde? Oder wird der Hubschrauberlandeplatz am LKH doch wieder seiner Bestimmung zugeführt. Ganz schön raffiniert und vorausschauend die Gmundner Politiker!

      • @frau knackal4810…..sie werden ihren nicknamen sehr gerecht. natürlich muss dann oben am traunstein was getan werfen. ich glaube es würde genug private investoren geben. was sie immer mit 600 pro stunde haben, es genügen doch auch 400, dann würden ca 2500 pro tag befördert. und was hat das krankenhaus gmunden mit der grünberg bzw. einer traunsteinseilbahn zu tun.

  11. ich vergleiche immer gmunden mir der schweizer stadt luzern, nicht nach der grösse, sondern mit den möglichkeiten die sich anbieten. die luzerner haben als hausberg den pilatus, erschlossen mit einer zahnradbahn und!!!! einer seilbahn. die schiffahrt am vierwaldstätter-see ist gewinnringend. in gmunden würde sich der traunstein und der traunsee mit einer seilbahn oder panoramaaufzug auf den traunstein in verbindung mit der schiff-fahrt als fremdenverkehrsattraktion anbieten. das wäre eine investition die sich auf lange zeit rechnet und gmunden aus den dornröschenschlaf wecken würde. grad jetzt bietet sich die gelegenheit, den grünberg als zwischenstation zu etablieren.

    • Luzern hat ca 78000 Einwohner, während Gmunden bei 13000 dahintümpelt. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen.
      In Gmunden wird wieder einmal Steuergeld sinnlos verschwendet für Nichts. Woher sollen 600 Seilbahnbahnfahrer stündlich rekrutriert werden? Wenn man diese Zahl je erreicht, wie hoch stapeln sich diese 600 Menschen am Mini-Grünberg-Plateau? Die meisten der Seilbahnfahrer würden alters- und daher kondimässig Weg zum Laudachsee nie schaffen.

      • @Brigitta….bitte antworte erst wenn du den kommentar von mir zuerst genau gelesen hast. ich habe luzern nicht nach grösse vergliechen, sondern mit den gemeinsamen voraussetzungen. um was zu bieten spielt die grösse keine rolle, siehe st. wolfgang mit der schafbergbahn.

  12. … neben der wirklich traumhaften Aussicht können die “stündlich 600 Besucher” auch die Hotelruine besichtigen.