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Ab jetzt Herzen statt Kerzen — „Lichtersee“ wird Liebstatt

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Mit­ge­fühl und für­sorg­li­ches Han­deln in soli­da­ri­scher Ver­bun­den­heit — die­ser Geist hat in den ver­gan­ge­nen Wochen jene gelei­tet, die beim Brun­nen auf dem Gmund­ner Rat­haus­platz eine Ker­ze auf­ge­stellt und damit zum “Gmund­ner Lich­ter­see” bei­getra­gen haben. Vier der fünf Gemein­de­rats­frak­tio­nen hat­ten dazu ein­ge­la­den, vie­le Pri­vat­per­so­nen und meh­re­re Ver­ei­ne hat­ten mit­ge­macht und dafür gesorgt, dass die Lich­ter nicht ver­lo­schen.

Der glei­che Geist prägt seit bald 400 Jah­ren den eigent­lich höchs­ten Gmund­ner Fei­er­tag, den Liebstatt­sonn­tag, der ursprüng­lich eine groß­zü­gi­ge Aus­spei­sung für Arme gewe­sen war. Für die Gemein­de­po­li­tik war es des­halb nahe­lie­gend, vor dem anste­hen­den 14. März die Sym­bo­le zu wech­seln, die Ker­zen weg­zu­räu­men und das Feld den Her­zen zu über­las­sen

SCHLUSS­BE­MER­KUN­GEN
Bür­ger­meis­ter Mag. Ste­fan Krapf:

„Die über­frak­tio­nel­le Akti­on ‚Lich­ter­see‘ stellt ein kla­res Zei­chen der Soli­da­ri­tät und des Mit­ge­fühls der Gmund­ner Stadt­po­li­tik gegen­über allen Men­schen dar, die von der Coro­na-Pan­de­mie auf sehr mas­si­ve Art und Wei­se betrof­fen sind. Zudem bedan­ken wir uns herz­lichst und auf­rich­tig bei all jenen Mit­men­schen sowie in hohem Maße enga­gier­ten Insti­tu­tio­nen, wel­che uns jetzt durch die­se her­aus­for­dernds­te Zeit seit vie­len Jahr­zehn­ten füh­ren. Der posi­ti­ve Geist des ‚Lich­ter­sees‘ wird uns in Gmun­den wei­ter­hin Kraft, Zuver­sicht, Mut und Opti­mis­mus spen­den.“

Frak­ti­ons­ob­frau Augus­te Thal­lin­ger (ÖVP):
“Die Coro­na-Kri­se dau­ert jetzt schon über ein Jahr. Trotz­dem dür­fen wir jetzt nicht den Feh­ler machen und in Selbst­mit­leid ver­fal­len. Wir sol­len das Wie­der­erwa­chen der Vege­ta­ti­on als Anlass für posi­ti­ves Den­ken sehen. Wir wol­len die­sen Flow mit­neh­men, wenn wir uns in der schö­nen Natur in Gmun­den bewe­gen. Wir haben so ein­zig­ar­ti­ge Plät­ze in Gmun­den und Umge­bung, da kön­nen wir uns den Früh­lings­ge­füh­len gar nicht ver­schlie­ßen. Uns war es auch beson­ders wich­tig an Maria Licht­mess, am Beginn des Bau­ern­jah­res, wenn die Son­ne bereits wie­der eine Stun­de frü­her am Tag auf­geht und die Ker­zen für das kom­men­de Jahr geweiht wer­den, mit dem Ent­zün­den der Ker­zen beim Lich­ter­see ein Zei­chen der Hoff­nung zu set­zen. Es hat mich auch sehr gefreut, dass der Sor­op­ti­mist Club Traun­see als Zei­chen der Soli­da­ri­tät hier Ker­zen ent­zün­det hat und damit auch ihren Opti­mis­mus in Gmun­den wei­ter­ge­ben will.
Last but not least: Es ist NICHT heuch­le­risch, wenn man als Bezirks­haupt­stadt mit Ker­zen der an Coro­na Ver­stor­be­nen gedenkt, son­dern eine wür­de­vol­le Ges­te des Mit­ge­fühls.”

Gesund­heits­re­fe­ren­tin Gemein­de­rä­tin Catha­ri­na Held (SPÖ)
“Die Instal­la­ti­on des ‚Lich­ter­sees’ als Zei­chen der Anteil­nah­me und Soli­da­ri­tät fin­det nun nach über einem Monat ihr vor­läu­fi­ges Ende. Es war immer wun­der­schön anzu­se­hen, wie vie­le Ker­zen tag­täg­lich dazu­ge­kom­men sind. Ich habe mir gewünscht, dass der ‚Lich­ter­see’ gro­ße Anteil­nah­me fin­det. Mit all den äußerst posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen und den herz­li­chen Nach­rich­ten bei den Ker­zen war es bis zum Schluss eine gelun­ge­ne Akti­on.”

Frak­ti­ons­ob­mann Dr. Andre­as Hecht (BIG):
„Wer im Febru­ar den Rat­haus­platz über­quer­te, dem sta­chen die dort bren­nen­den Ker­zen ins Auge, und man wur­de sich der der­zei­ti­gen Aus­nah­me­si­tua­ti­on schlag­ar­tig wie­der bewusst. Für vie­le Men­schen ein Impuls, um kurz inne­zu­hal­ten und ers­tens jenen zu dan­ken, die cou­ra­giert im Ein­satz zur Bewäl­ti­gung von Covid-19 mit­hel­fen und zwei­tens an die Mit­bür­ger zu den­ken, die ent­we­der wirt­schaft­lich, psy­chisch oder gesund­heit­lich beson­ders schlimm damit zu kämp­fen haben. Empa­thie zu zei­gen ist zu kei­ner Zeit falsch und schon gar nicht jetzt!“

Frak­ti­ons­ob­frau DIin Dr.in Uli Feicht­in­ger (Grü­ne Gmun­den)
“Ich weiß, dass der ‚Lich­ter­see’ erfolg­reich war, wenn ich mich an die Geschich­te einer mobi­len Kran­ken­schwes­ter erin­ne­re: Sie hat die Lich­ter ganz erfreut per­sön­lich genom­men, weil die­se Ker­zen ja auch für sie ange­zün­det wor­den sind. Genau dar­um geht es: dass wir alle die­sen Zusam­men­halt in der Gesell­schaft wie­der spü­ren. Ich bin tief berührt und dank­bar, dass so vie­le Men­schen mit ihren Ker­zen den Lich­ter­see über ein Monat lang leben­dig gehal­ten haben.”

Foto: Stadt­ge­mein­de Gmun­den

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