Eindrucksvolle Flugmanöver über dem Traunsee, internationales Einsatz-Know-how und ein realitätsnahes Waldbrandszenario prägten am Samstag eine groß angelegte Waldbrandübung im Raum Steyrling. Zahlreiche Feuerwehren, Flugdienstkräfte, Behörden und internationale Partner trainierten gemeinsam den Ernstfall eines großflächigen Vegetationsbrandes. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Traunsee, der als Wasserentnahmestelle für die eingesetzten Löschflugzeuge diente.
Mehrfach konnten Besucher beobachten, wie die speziell ausgerüsteten Maschinen im Tiefflug Wasser direkt von der Seeoberfläche aufnahmen, um anschließend die simulierten Brandherde im alpinen Gelände zu bekämpfen. Für viele Schaulustige bot sich damit ein seltenes und spektakuläres Bild.
Löschflugzeuge aus Luxemburg
Zum Einsatz kamen vier moderne AT-802 „Fire Boss“-Löschflugzeuge des Unternehmens Aquarius Aerial Firefighting aus Luxemburg. Die Maschinen verfügen über einen 3.104 Liter fassenden Löschwassertank und sind darauf spezialisiert, Wasser unmittelbar von geeigneten Seen oder Gewässern aufzunehmen. Gerade der Traunsee erwies sich dabei als idealer Ausgangspunkt für die Luftlöschübungen.
Die Flugzeuge waren bereits im Vorfeld am Flughafen Wels stationiert worden. Während der Übung wurde am Traunsee eigens eine Wasserlandepiste eingerichtet, wodurch der Bereich zeitweise für den Freizeitverkehr eingeschränkt war.
Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einsatzorganisationen im Mittelpunkt
Neben den spektakulären Flugeinsätzen stand vor allem die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einsatzorganisationen im Mittelpunkt. Trainiert wurden die Koordination bodengebundener Kräfte, die Löschwasserversorgung in schwierigem Gelände sowie die Führungsarbeit im Katastrophenschutzstab des Bezirksfeuerwehrkommandos Kirchdorf an der Krems.
Die Übung verdeutlichte zugleich die zunehmende Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Vegetations- und Waldbränden. Aufgrund längerer Trockenperioden und extremer Wetterlagen gewinnen spezialisierte Luftlöschkapazitäten zunehmend auch in Mitteleuropa an Bedeutung.
Viele Interessierte verfolgten die Flugbewegungen entlang des Traunsees und rund um den Kasberg. Trotz der notwendigen Sperren und des erhöhten Flugaufkommens verlief die Übung erfolgreich und ohne Zwischenfälle. Einsatzkräfte und Organisatoren zeigten sich mit dem Ablauf äußerst zufrieden, berichtet die Feuerwehr.











