Dienstagabend geriet ein 78-jähriger Schneeschuhwanderer am Feuerkogel in eine Notlage, nachdem er einen derzeit ungespurten Winterweg benutzte. Aufgrund fehlender Netzabdeckung konnte er erst verspätet Hilfe anfordern.
Vom markierten Weg abgekommen
Der Mann aus dem Bezirk Ried startete am 10. Februar 2026 gegen 9 Uhr von der Bergstation der Feuerkogel-Seilbahn zu einer Schneeschuhwanderung. Er folgte zunächst dem markierten und gespurten Sommerweg in Richtung Riederhütte.
Für den Rückweg gegen Mittag entschied er sich nach einer Rast jedoch für den weiter südlich gelegenen Winterweg. Dieser ist derzeit aufgrund von Schneemangel weder gespurt noch markiert und wird aktuell nicht begangen.

Hilfeersuchen per Nachricht
Der 78-Jährige erschöpfte zunehmend und versuchte telefonisch Hilfe zu rufen. Aufgrund der unzureichenden Netzabdeckung im Bereich des Höllengebirges gelang dies jedoch nicht. Gegen 16 Uhr verständigte er seine Angehörigen mittels Instant-Messaging-Dienst und ersuchte um Hilfe. Die Nachricht erreichte die Angehörigen aufgrund der Empfangsprobleme zeitverzögert. Diese alarmierten schließlich gegen 17:45 Uhr die Bergrettung.
Aufwendige Suche aus der Luft und am Boden
Da die genaue Position des Mannes nicht bekannt war, wurde der nachtflugtaugliche Hubschrauber Libelle FLIR aus Salzburg zur Personensuche eingesetzt. Zeitgleich bereitete die Drohnengruppe Roith den Sucheinsatz vor, während sich die Einsatzmannschaft des Bergrettungsdienstes Ebensee in das Suchgebiet begab.
Um 19:45 Uhr konnte der Wanderer vom Hubschrauber im freien Gelände auf einer Seehöhe von etwa 1.600 Metern lokalisiert werden. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes wurde zusätzlich der Notarzthubschrauber C14 angefordert.

Bergung per Seilwinde
Nach der Erstversorgung durch die Bergretter wurde der 78-Jährige mittels Seilwinde aufgenommen und um 20:30 Uhr in das Salzkammergut Klinikum Bad Ischl gebracht. Der Einsatz endete nach dem Einrücken der Kräfte um 22:45 Uhr.
Quelle: LPD OÖ











