Beim Pressegespräch der Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) präsentierte Baustadtrat Rüdiger Fritz mehrere laufende und geplante Wohnbauprojekte in Gmunden. Insgesamt stehen mehrere hundert neue Wohneinheiten in Aussicht – von der Erneuerung bestehender Sozialwohnungen bis hin zu groß angelegten Neubauprojekten. Gleichzeitig übte Fritz Kritik an politischen Verzögerungen bei einzelnen Vorhaben.
Die Schaffung von leistbarem Wohnraum gilt in Gmunden als zentrales Thema, über dessen Bedeutung zwischen den Fraktionen grundsätzlich Einigkeit besteht. Derzeit befinden sich mehrere Projekte in Ausarbeitung oder Planung, die es Gmundner Familien künftig wieder ermöglichen sollen, in der Stadt Wohnraum zu finden, so die Freiheitlichen.
60 neue Wohnungen in der Fadingerstraße geplant
Ein Schwerpunkt betrifft die gemeindeeigenen Sozialwohnungen in der Fadingerstraße. Auf Grundlage eines bereits durchgeführten Architekturwettbewerbs sollen die bestehenden Gebäude erneuert werden. In diesem Zusammenhang könnten zeitnah rund 60 neue Wohnungen entstehen. Laut Fritz befinde sich dieses Projekt jedoch seit eineinhalb Jahren in der Warteschleife.

Neubau der „Oka-Siedlung“ mit 195 Einheiten
In der sogenannten „Oka-Siedlung“ ist eine umfassende Neubebauung geplant. Anstelle der bisherigen 90 Wohneinheiten sollen in vier Bauetappen insgesamt 195 neue Sozialwohnungen errichtet werden. Der Baubeginn der ersten Etappe ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
180 Wohneinheiten in der Herakhstraße projektiert
Auch in der Herakhstraße wird an einem Projekt für leistbares Wohnen gearbeitet. Derzeit läuft eine städtebauliche Ideenfindung. Aufgrund der zentrumsnahen Lage sowie der Nähe zum neuen Kindergarten Marienbrücke gilt der Standort als besonders attraktiv für junge Familien. Insgesamt sind dort 180 Wohneinheiten projektiert.

Wohnbau auf kirchlichem Grund in Planung
Ein weiteres Wohnbauvorhaben auf Gründen der evangelischen Kirche befindet sich ebenfalls in der Planungsphase. Auch hier hofft man auf eine zeitnahe Realisierung.
Kritik an politischen Verzögerungen
Für die Umsetzung der genannten Projekte seien laut FPÖ Baustadtrat Rüdiger Fritz ein gemeinsamer politischer Wille und rasche Entscheidungen erforderlich. Er kritisierte, dass es in der laufenden Legislaturperiode wiederholt zu Verzögerungen gekommen sei. So sei unter anderem ein geplantes Projekt in der Miller-von-Aichholz-Straße, bei dem ein neuer Kindergarten mit sozialem Wohnbau kombiniert werden sollte, von der grün-schwarzen Mehrheit verhindert worden. Dabei wäre nach Ansicht des Baustadtrats nicht nur leistbarer Wohnraum geschaffen, sondern auch eine Kinderbetreuungseinrichtung auf eigenem Grund errichtet worden.
Appell für gemeinsame Umsetzung
Abschließend betonte Fritz, dass mit einer gemeinsamen Umsetzung der derzeit in Planung befindlichen Projekte in den kommenden Jahren ein wesentlicher Schritt zur Schaffung von leistbarem Wohnraum gelingen könne. Ziel sei es, jungen Familien das Wohnen in Gmunden zu ermöglichen und ein Ausweichen in Nachbargemeinden zu verhindern.











