Vor knapp zwei Jahren erwarb der Ohlsdorfer Unternehmer Manfred Asamer mit Geschäftspartnern das 18 ha große ehemalige Solvay-Areal in Ebensee. Zur Blütezeit des Solvay-Konzerns fanden hier über 1.000 Menschen Arbeit. Die Globalisierung machte vor Ebensee nicht halt. Große Arbeitgeberbetriebe wie die Weberei oder eben der Solvay-Konzern schlossen oder verlagerten ihre Produktionsstätten. Hinterlassen wurden brachliegende Industrie- und Gewerbeflächen, denen es gilt, wieder Leben einzuhauchen.
Dieses Vorhaben verfolgen auch Manfred Asamer und sein Geschäftsführer der IPE GmbH, Baumeister Martin Steinkogler. IPE steht für Industriepark Ebensee. Beide stellten auf Einladung der WKO den Industriepark in ihrem bis auf den letzten Platz vollem Vortragshaus vor. Bereits EUR 1,3 Mio. wurden investiert, vor allem in die Reaktivierung des Gleisanschlusses, der als wichtiger Standortvorteil für potenzielle Betriebsansiedlungen gilt. Derzeit sind ca. 70 Personen im Industriepark beschäftigt. Die Palette der im Areal tätigen Firmen reicht vom Pharma- über einen PV-Anlagenbetrieb bis zu Metalltechnikunternehmen. Geht es nach Asamer und Steinkogler sollen es bald deutlich mehr sein. Es gebe intensive Gespräche, so die beiden.
Wie Andreas Promberger von der WKO anmerkte, leide Ebensee am Bevölkerungsrückgang. Unter den 20 Gemeinden des Bezirks Gmunden wird laut Statistik Austria der Marktgemeinde Ebensee am Traunsee bis ins Jahr 2040 der größte Rückgang prognostiziert. Ein „Asamer-Effekt“ mit Betriebsansiedlungen und neuen Arbeitsplätzen könnte zum Gamechanger werden und das Eintreffen dieser Prognose abwenden, hofft man in Ebensee auf eine Trendwende.












