![Schwarz, Lavrentjeva, Unterberger [Foto: Sobe]](https://www.salzi.at/wp-content/uploads/2014/01/europameisterschaft_schwarz_lawrentiewa_unterberger_fotosobe-300x200.jpg)
Zum ersten Mal in der Geschichte des Naturbahn-Weltcups wurde ein Weltcuprennen gleichzeitig als Europameisterschaft gewertet. Umhausen im Ötztal, eine fixe Station im jährlichen Rennkalender, war der Austragungsort. Am finalen Tag des GRM Weltcups kombiniert mit den 25. Europameisterschaften gab es zunächst die Entscheidung im Teambewerb, die Italien vor Russland für sich entscheiden konnte. Österreich durfte sich über die Bronzemedaille freuen, die sie sich in einem Materialpoker noch knapp vor Polen sichern konnten: „Wir haben beim Material noch herum probieren müssen, wir haben von der Einstellung her im Vergleich zu gestern praktisch eine 180 Grad Wende gemacht. Ich freue mich, dass es mit der anvisierten Medaille geklappt hat“, resümierten Christian Schopf/Andreas Schopf. Tina Unterberger war ebenso weniger glücklich mit der Abstimmung ihres Schlittens: „Wir haben Material probiert, mit dem ich absolut nicht zurechtkam. Ich habe die Bahn ein bisschen härter erwartet. Es war eine eher unentspannte Fahrt von oben bis unten.“
Im Bewerb der Damen schaffte Seriensiegerin Lavrentjeva dann den Sprung vom zweiten auf den ersten Platz: “Diese Meisterschaft war mein Saisonziel”, jubelte Ekatharina Lavrentjeva (RUS) nach dem Gewinn ihres fünften Europameistertitels, dem vierten in Folge, etwas emotionaler als sonst. Immerhin fiel die Entscheidung auch etwas knapper aus als sonst. Melanie Schwarz (ITA) war der Russin im zweiten Lauf bis auf 16 Hundertstel herangekommen. „Ich bin das Rennen ganz anders gefahren als das Training, es war es knappes Rennen, Melanie hat es richtig spannend gemacht“, so Lavrentjeva und zollte ihrer Konkurrentin Respekt. Überglücklich war auch die Drittplatzierte Tina Unterberger (AUT), die neben der Team-Medaille am Vormittag nun auch ihre erste Einzelmedaille gewann: „Nach dem Teambewerb haben mir die Trainer meine Rodel abgenommen und die Schienen innerhalb einer halben Stunde komplett neu hergerichtet. Im Ziel konnte ich die Zeit nicht glauben, ich war drei Sekunden schneller als im Training“, jubelte die Oberösterreicherin die für den ASKÖ Gmunden startet. „Wenn mir vorher wer gesagt hätte, dass ich hier eine Medaille gewinne, hätte ich das nie geglaubt! Gerade hier auf der Bahn in Umhausen bin ich noch nie über den 8. Platz hinaus gekommen.“ Der Goiserer Rodelfloh sichert sich mit ihrem dritten Weltcupstockerl in dieser Saison auch ihren derzeit hervorragenden zweiten Platz in der Weltcupgesamtwertung ab. Drei Weltcupbewerbe stehen noch aus, wir drücken die Daumen.











