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Stadtregion Vöcklabruck startet Zukunftsprojekte

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Regio­nal­ma­nage­ment GmbH beglei­tet den Stadt-Umland-Koope­ra­ti­ons­pro­zess

Eine stadt­re­gio­na­le Stra­te­gie wur­de von den Gemein­den Vöck­la­bruck, Att­nang-Puch­heim, Pils­bach, Regau, Timel­kam und Ungen­ach gemein­sam erar­bei­tet. Schwer­punk­te sind die bes­se­re Anbin­dung von Rad­we­gen, Bahn­hö­fen und Betrie­ben für All­tags-Rad­fah­rer und die Ent­wick­lung eines Nah­erho­lungs­bands ent­lang der Vöck­la und Ager mit Anbin­dun­gen in die Orts­ker­ne. Jetzt star­tet die Umset­zung ers­ter Zukunfts­pro­jek­te: die Umge­stal­tung des regio­na­len Bus­bahn­ho­fes in der Öttl­stra­ße in Vöck­la­bruck, der Rad­we­ge­bau eines Lücken­schlus­ses im Wege­netz sowie meh­re­re Maß­nah­men beim Nah­erho­lungs­band, wie ein Street Work­out Bereich in Vöck­la­bruck, eine Attrak­ti­vie­rung des Fami­li­en­parks am Vöck­la Ufer in Timel­kam oder ein Leit- und Ori­en­tie­rungs­sys­tem des Wege­sys­tems und der Nah­erho­lungs­punk­te der gesam­ten Stadt­re­gi­on.

Im fer­tig­ge­stell­ten EU-För­der­pro­jekt „Stadt­re­gio­na­le Stra­te­gie für die Stadt­re­gi­on Vöck­la­bruck“ wur­den von den sechs Gemein­den gemein­sa­me Ent­wick­lungs­zie­le, ein räum­li­ches Leit­bild, eine Pla­nung von stadt­re­gio­nal bedeut­sa­men Zukunfts­pro­jek­ten und eine Prio­ri­tä­ten­rei­hung der umset­zungs­fä­hi­gen Pro­jek­te für die Stadt­re­gi­on erar­bei­tet. „Stadt­re­gio­nal den­ken, lokal in den Gemein­den umset­zen, ist jetzt gera­de das Mot­to beim Start der Umset­zung. Wo Gemein­den kon­struk­tiv und eng zusam­men­ar­bei­ten, ent­ste­hen auch kon­kre­te Zukunfts­pro­jek­te, die als Ein­zel­ge­mein­de nicht rea­li­siert wer­den könn­ten“, freut sich Regio­nal­ma­na­ger Chris­ti­an Söser, der den Stadt-Umland-Koope­ra­ti­ons­pro­zess orga­ni­sa­to­risch unter­stützt.

Bgm. Ing. Johann HIP­P­MAIR, Gemein­de Ungen­ach, Bgm. Peter HAR­RIN­GER, Markt­ge­mein­de Regau, Bgm. Mag. Her­bert BRUN­STEI­NER, Stadt­ge­mein­de Vöck­la­bruck, Mag. Chris­ti­an SÖSER, Regio­nal­ma­nage­ment GmbH, Bgm. Peter GROISS, Stadt­ge­mein­de Att­nang-Puch­heim, Bgm. Alo­is GRU­BER, Gemein­de Pils­bach, Bgm. Johann KIRCH­BER­GER, Markt­ge­mein­de Timel­kam

Mit der För­der­ein­rei­chung ers­ter Zukunfts­pro­jek­te in der Nah­erho­lung und der All­tags-Nah­mo­bi­li­tät wur­de der Grund­stein für die Umset­zung der stadt­re­gio­na­len Stra­te­gie gelegt“, sagen die sechs Bür­ger­meis­ter Her­bert Brun­stei­ner, Peter Groiß, Alo­is Gru­ber, Peter Har­rin­ger, Johann Kirch­ber­ger und Johann Hip­p­mair. Ein stra­te­gi­sches Ent­wick­lungs­ziel in der Nah­erho­lung ist es einen durch­ge­hen­den Vöck­la-Ager-Ufer­weg zwi­schen den Gemein­den Timel­kam und Att­nang-Puch­heim in Form einer durch­ge­hen­den „Haupt­ach­se“ in Ost –West-Rich­tung und davon abzwei­gen­den Wegen Rich­tung Nord in die Gemein­den Ungen­ach und Pils­bach sowie Rich­tung Süden in die Gemein­de Regau zur Ver­net­zung der Stadt­re­gi­on zu eta­blie­ren. Fol­gen­de Nah­erho­lungs-Umset­zungs­maß­nah­men wur­den dazu bereits jetzt zur För­de­rung im Rah­men des EU-Pro­gramms „Inves­ti­tio­nen in Wachs­tum und Beschäf­ti­gung 2014–2020“ bean­tragt:

1. Umset­zung eines Leit- und Ori­en­tie­rungs­sys­tems der Stadt­re­gi­on Vöck­la­bruck
2. Errich­tung eines Street Work­out Bereich im Stadt­park Vöck­la­bruck
3. Attrak­ti­vie­rung des Rund­we­ges „Frei­licht Gale­rie“ in Pils­bach als orts­über­grei­fen­den Gedächt­nis­weg Brain­walk
4. Rea­li­sie­rung eines kom­bi­nier­ten Frei­zeit­parks / Sport­plat­zes im Bereich der Ganz­tags­schu­le Regau
5. Errich­tung eines Sani­tär­con­tai­ners im Bereich Bag­ger­see
6. Attrak­ti­vie­rung des Micha­e­li-Frei­zeit­park sowie Stär­kung der Ver­bin­dung zum Fluss im Fami­li­en­park am Vöck­la Ufer in Timel­kam

Zur Stär­kung der All­tags-Nah­mo­bi­li­tät sieht die stadt­re­gio­na­le Stra­te­gie eine Ver­än­de­rung des Anteils der ver­schie­de­nen Ver­kehrs­trä­ger (Modal Split) vor: künf­tig soll es weg vom moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr und hin zu nach­hal­ti­gen Mobi­li­täts­for­men gehen. Der öffent­li­che Ver­kehr, sowie das Rad­fah­rens und zu-Fuß-Gehen sol­len gestärkt wer­den. Im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr soll durch Qua­li­täts­ver­bes­se­run­gen beim Stadt­bus eine erhöh­te Nut­zung erzielt wer­den. Ers­te Umset­zungs­maß­nah­men, wie die Umge­stal­tung des regio­na­len Bus­bahn­ho­fes in der Öttl­stra­ße in Vöck­la­bruck und das Schaf­fen ergän­zen­der elek­tro­ni­scher Hal­te­stel­len­an­zei­gen, wur­den bereits zur För­de­rung ein­ge­reicht. Ein wei­te­res zen­tra­les Ziel ist das Schaf­fen eines geschlos­se­nen Net­zes an siche­ren All­tags-Rad­we­gen und Rad­rou­ten. Dazu soll die Ost-West­ver­bin­dung wei­ter aus­ge­baut, Nord-Süd-Anbin­dun­gen ein­ge­rich­tet und ver­bes­ser­te loka­le Anbin­dun­gen geschaf­fen wer­den. Auch hier star­tet die Stadt­re­gi­on Vöck­la­bruck mit einem ers­ten Rad­we­ge­bau-Pro­jekt in Prei­sing, um iden­ti­fi­zier­te Lücken im Wege­netz nach und nach zu schlie­ßen.

Orga­ni­sa­to­risch beglei­tet wird der Stadt-Umland-Koope­ra­ti­ons­pro­zess durch die Regio­nal­ma­nage­ment GmbH. Für den Start ers­ter Zukunfts­pro­jek­te wird das EU-Pro­gramm „Inves­ti­tio­nen in Wachs­tum und Beschäf­ti­gung 2014–2020“ genutzt.

State­ments zur gemein­sa­men Initia­ti­ve:
Bgm. Her­bert Brun­stei­ner „Gemein­sa­me Ent­wick­lungs­zie­le und eine Pla­nung von stadt­re­gio­nal bedeut­sa­men Zukunfts­pro­jek­ten bie­ten den Nähr­bo­den für eine Stadt-Umland-Koope­ra­ti­on. Das Pflan­zen der ers­ten Zukunfts­pro­jek­te bringt uns dann näher zu den Früch­ten unse­rer Bemü­hun­gen.“
Bgm. Peter Groiß „Eine akti­ve stadt­re­gio­na­le Raum­ent­wick­lung lässt sich bei vie­len The­men nur im stadt­re­gio­na­len Schul­ter­schluss lösen. Dadurch ent­ste­hen auch erst gemein­schaft­li­che Zukunfts­pro­jek­te wie ein stadt­re­gio­na­les Nah­erho­lungs­band das auch für die Bevöl­ke­rung jeder Ein­zel­ge­mein­de einen grö­ße­ren Mehr­wert bie­tet als iso­lier­te Ein­zel­maß­nah­men.“
Bgm. Alo­is Gru­ber „Jede der sechs Gemein­den hat beson­de­re Qua­li­tä­ten. Ein ein­zel­ner Ton macht noch kei­ne Sym­pho­nie. Spe­zi­ell bei The­men der Nah­erho­lung und Frei­zeit­ge­stal­tung ent­ste­hen im Zusam­men­wir­ken von Stadt und Umland beson­de­re Ton­fol­gen, die unse­re Bür­ger berei­chern.“
Bgm. Peter Har­rin­ger „Indem alle sechs Gemein­den nach und nach Lücken im All­tags-Rad­we­ge­netz schlie­ßen, schaf­fen wir für alle Bür­ge­rIn­nen der Stadt­re­gi­on Vöck­la­bruck siche­re Ver­bin­dun­gen in die Arbeit, zur Schu­le oder für Besor­gun­gen.“
Bgm. Johann Kirch­ber­ger „Zen­tra­les stadt­re­gio­na­les Ziel im Schwer­punkt All­tags-Nah­mo­bi­li­tät ist die Ver­mei­dung eines wei­te­ren Anstiegs des moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehrs, der den Stil­stand des Ver­kehrs­flus­ses in den Mor­gen­stun­de zur Fol­ge hät­te.“
Bgm. Johann Hip­p­mair „Stadt und Umland brau­chen ein­an­der – es geht um attrak­ti­ve Lebens‑, Arbeits‑, Wirt­schafts- und Wohn­be­din­gun­gen. Nicht Kirch­turm­den­ken, son­dern Den­ken in Lebens­räu­men ist gefragt.“

Foto: Hel­mut Klein

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